Universitätsklinikum Dresden

Neubau der Patientenküche

Für das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden ist der Neubau einer Zentralküche geplant. Diese Küche soll für die Versorgung von ca. 1.300 Patienten und 500 weiteren Personen ausgelegt werden. Die Zubereitung der Speisen soll im „Cook & Chill“-Verfahren erfolgen. Für die Speisenverteilung ist ein patientenbezogenes Tablettsystem vorgesehen.

Das Umfeld des Planareals ist durch eine eher heterogene Struktur verschiedener Gebäudetypen geprägt – so dass auch der Küchenneubau für sich stehen und keine Bezüge in der Umgebung suchen soll. Durch die klare Baukörperfigur und die Faltung der Geschossebenen um sich selbst wird ein Ruhepol geschaffen, der sich wie selbstverständlich in seine Umgebung einfügt. Die Warenanlieferung befindet sich an der Ostseite des Küchengebäudes, von hier erfolgt auch die Entsorgung der Küche.

Alle Küchenräume und funktional angrenzende Bereiche sowie die Ernährungsberatung sind im Erdgeschoss untergebracht. Das Obergeschoss beherbergt neben weiteren Technikräumen die Umkleiden, den Aufenthaltsraum für das Personal und den EDV-Raum. Im Kellergeschoss sind neben den notwendigen Technikflächen die Werkstatt und die Anbindung an den Versorgungstunnel untergebracht. Über den Kriechkeller erfolgt die haustechnische Erschließung der Gerätschaften im Erdgeschoss.

Die Außenhaut des Gebäudes wird im Bereich der Geschossplatten und deren Faltung aus einer hinterlüfteten Faserzementfassade gebildet. Die Glasfassaden selbst bestehen aus Profilglaselementen, die es ermöglichen, auf die differenzierten Anforderungen der Räume in Bezug auf die Belichtung in indirekter Weise zu reagieren. Fenster mit Blickbeziehung nach außen werden gezielt gesetzt. Dort wo eine Belichtung nicht erforderlich ist, wird die Fassade weitergeführt und übernimmt die Wärmedämmung des Gebäudes.

Bei dem Gebäude handelt es sich um ein Funktionsgebäude, das auch hohem gestalterischen Ansprüchen gerecht wird: Seine innovative Fassade bietet einerseits genügend Schutz gegen Einsicht und schafft andererseits ein helles, freundliches Klima – auch in den sehr tiefen Arbeitsräumen.